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was gibt es sonst noch zu beachten

Formalitäten vor der Geburt

Eine Schwangerschaft und die anschließende Geburt während eines Studiums ist eine doppelte Belastung für die werdenden Eltern. Man muss neben dem Lernen alle Formalitäten abklären, oft eine neue und kinderfreundlichere Wohnung suchen - weg von der WG - und all dies meist getrennt von den Eltern und Verwandten. Wir haben für euch eine Checkliste für die Zeit vor der Geburt zusammengestellt, damit Ihr euch nicht zusätzlich im Behörden-Dschungel verirrt.

Elternzeit beantragen

Wenn Ihr Partner/ Ihre Partnerin berufstätig ist und nicht auch studiert, dann sollte er/sie Elternzeit beantragen. Bei Studierenden ist dies nämlich deutlich schwieriger als bei Berufstätigen. Die meisten Studierenden führen während des Studiums nämlich nur zeitlich begrenzte Nebenjobs aus. Bei diesen Jobs ist es nicht erlaubt, sich gesetzliche Elternzeit zu nehmen. Auch in kleinen Betrieben gibt es oft Sonderregelungen. Spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit müssen Sie diese beim Arbeitgeber anmelden, informieren Sie sich also rechtzeitig über Schwierigkeiten und Abweichungen.

Vaterschaftsanerkennung

Gerade junge Paare im Studium, die die Schwangerschaft vielleicht noch gar nicht in ihren Lebenslauf eingeplant hatten, sind meistens unverheiratet und müssen sich daher zusätzlich um eine Vaterschaftsanerkennung kümmern. Die Urkunde zur Vaterschaftsanerkennung kann beim Jugend- oder Standesamt kostenfrei ausgestellt werden. Es wird dafür die Abstammungs- oder die Geburtsurkunde des Vaters benötigt, sowie ein Personalausweis oder Reisepass.

Gemeinsames Sorgerecht

Wenn Sie unverheiratet sind und auch in der nächsten Zeit keine Hochzeit geplant haben, sollten sie ein gemeinsames Sorgerecht beantragen und eine Sorgeerklärung einreichen. Eine Urkunde dafür erhalten Sie beim Jugendamt oder einem Notar. Wenn dies nicht erfolgt, bekommt die Mutter das alleinige Sorgerecht zugesprochen.

Geburtsanmeldung

Für die Geburt sollte ein geeignetes Geburtshaus gefunden werden. Während des Studiums fehlt oft die Zeit und das Geld, sodass auch die Wohnung nicht so geräumig und sauber ist, wie es für eine Hausgeburt notwendig ist. Es ist daher zu empfehlen, sich frühzeitig in einem Krankenhaus oder einem Geburtshaus zur Geburt anzumelden. Die meisten Kliniken und Geburtshäuser bieten zudem Informationsabende an, an denen Sie sich die Räumlichkeiten ansehen und Fragen stellen können. Kümmern Sie sich aller spätestens drei Monate vor dem geplanten Geburtstermin um diese Angelegenheiten. Dies sind die wichtigsten Formalitäten, um die Sie sich vor der Geburt Ihres Kindes unbedingt kümmern sollten. Wenn das Kind dann endlich geboren ist, verschicken Sie doch personalisierte Geburtskarten an Ihre Freunde und Verwandte, so dass diese sich mit Ihnen freuen können und eine bleibende Erinnerung haben, auch wenn Sie nicht direkt dabei sein konnten.