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  Beratungsstellen

Wer eine grundsätzliche Beratung sucht oder sich schlichtweg überfordert fühlt mit dem Gedanken an Kind und Studium, der findet in jeder Stadt auch sogenannte freie Einrichtungen. Dies sind Beratungsstellen oder Stiftungen, die weder staatlich noch kirchlich gebunden sind.

Für viele Studenten fällt der Besuch solch freier Beratungsstellen deutlich leichter als der des Jugendamtes oder einer kirchlichen Einrichtung. Zu den bekanntesten Einrichtungen seiner Art zählt wohl Pro Familia. Offiziell bezeichnet sich der eingetragene Verein als Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung. Dieser offen formulierte Name zeigt bereits die Zielsetzung der Pro Familia-Beratungsstellen, welche sich bundesweit und auch in kleineren Städten befinden: Nicht nur Probleme und Fragen rund um Kindererziehung und Schwangerschaft, sondern auch zur Sexualität können hier besprochen werden. Die ausgebildeten Mitarbeiter schaffen eine Atmosphäre, in der Hemmungen schnell abgebaut werden und auch heikle Fragen ganz offen angesprochen werden können. Dieser fortschrittliche Ansatz sorgt dafür, dass falsche Scheu gar nicht erst aufkommt - und ermöglicht somit eine Beratung, die besonders persönlich und individuell werden kann.

Und selbstverständlich kennt man hier auch Antworten auf ganz pragmatische Probleme. Neben Pro Familia gibt es weitere Interessenverbände, die sich auch um ganz spezielle Anliegen kümmern und welche in der Regel frei getragen werden: Der Deutsche Familienverband e.V., der Interessenverband Unterhalt und Familie sowie der Verband alleinerziehender Mütter und Väter.

Beratungsstellen oder Seelsorge kirchlicher Trägerschaft werden vor allem von gläubigen Menschen in Anspruch genommen. Wer ein aktives Mitglied seiner Kirchengemeinde ist, kennt oft den Gemeindepriester und scheut sich auch nicht, bei Fragen und Problemen auf ihn zuzugehen. Für Konfessionslose hingegen ist die Hemmschwelle, katholisch oder evangelisch geprägte Einrichtungen zu besuchen, mitunter hoch.

Dabei muss es nicht unbedingt das persönliche Gespräch mit einem Pfarrer sein - auch kirchennahe Organisationen wie beispielsweise die Caritas bieten wertvolle Unterstützung an, die in der Regel allen Hilfesuchenden zugänglich ist. Oftmals sind diese Einrichtungen als Familienhilfe bzw. - Beratungsstelle bekannt. Hier stehen ausgebildete Fachkräfte, vom Psychologen bis zur Sozialarbeiterin, auf Wunsch zur Seite. Dabei kann in einer persönlichen Beratung sowohl seelische Unterstützung als auch ganz pragmatische Hilfestellung bei der Organisation von Studium und Schwangerschaft bzw. Kinderzeit geleistet werden.

Wer trotzdem Berührungsängste hat, kann zum ersten Gespräch natürlich auch seinen Partner oder einen guten Freund mitnehmen - entsprechende Beratungsstellen richten sich ganz nach den Bedürfnissen ihrer Hilfesuchenden und stehen jedem unabhängig seiner Konfession offen.


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